Haben Sie jemals jemanden die Treppe hochgehen lassen und danach noch in einem Duft gebadet? Das ist Sillage – einer der schönsten und rätselhaftesten Begriffe der Parfumerie. Er beschreibt den Eindruck, den ein Parfum in der Luft hinterlässt – und er ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale, auch bei Duftzwillingen.
Was bedeutet Sillage?
Sillage (ausgesprochen: „Si-jasch") ist ein französisches Wort und bedeutet ursprünglich „Kielwasser" – die Spur, die ein Schiff im Wasser hinterlässt. In der Parfumerie beschreibt es die Duftspur, die eine Person beim Gehen in der Luft hinterlässt.
Ein Parfum mit starker Sillage nimmt den Raum ein. Man riecht es, bevor die Person eintritt, und noch lange nachdem sie gegangen ist. Ein Parfum mit schwacher Sillage liegt nah an der Haut – diskret und intim.
Sillage vs. Haltbarkeit – der Unterschied
Haltbarkeit (Longevity) beschreibt, wie lange ein Duft auf der Haut wahrnehmbar bleibt. Sillage beschreibt, wie weit der Duft in die Umgebung ausstrahlt. Ein Parfum kann eine gute Haltbarkeit haben, aber trotzdem eine schwache Sillage – es ist dann ein sogenannter „Skin Scent", der nah an der Haut liegt.
Was beeinflusst die Sillage?
- Duftstoffkonzentration: Höhere Konzentrationen (EdP, Parfum) haben in der Regel eine stärkere Sillage.
- Duftstoffe: Bestimmte Moleküle wie Ambroxan, Iso E Super oder bestimmte Moschus-Verbindungen haben eine besonders gute Projektion.
- Auftragsmenge: Mehr Sprüher erhöhen die Sillage, können aber auch erdrückend wirken.
- Körperwärme: Warme Haut projiziert Duft stärker in die Umgebung.
Wie wichtig ist Sillage bei Duftzwillingen?
Ein guter Duftzwilling sollte nicht nur auf der Haut ähnlich riechen wie das Original, sondern auch eine vergleichbare Sillage entwickeln. L'ARISÉ legt großen Wert darauf, diese Projektion nachzuahmen – besonders bei Bestsellern wie Coco Mademoiselle oder Sauvage, die für ihre charakteristische Sillage bekannt sind.